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Vogelgrippe - im System begründetH5N1-Virus toetete ueber 200 Millionen Tiere und 60 MenschenSechs Millionen Vögel wurden im November allein in einer einzelnen Region in China umgebracht - zum Teil auf grausamste Art. In Vietnam wurden in den letzten Wochen eine Million Geflügeltiere getötet, um einen lokalen Vogelgrippe-Ausbruch unter Kontrolle zu bringen. Auch aus den anderen betroffenen Regionen in Südostasien, Russland, Rumänien, Ukraine und Türkei werden Massenexekutionen von Vögeln gemeldet. Das derzeit grassierende H5N1-Virus hat bereits über 200 Millionen Tieren und 60 Menschen das Leben gekostet. Während die Scheiterhaufen in einigen Ländern brennen, geht im Rest der Welt die Panik um, werden Wildvögel als mögliche Überträger abgeschossen, Kanarienvögel und Papageien entsorgt, müssen Freilandhühner in den Stall, bunkern Staaten und Privatleute Atemmasken und Grippemittel Tamiflu, um gewappnet zu sein, wenn die Vogelgrippewelle auf den Menschen überspringt. Das Mittel entwickelte sich für Hersteller Roche binnen kürzester Zeit zum Verkaufsschlager. Dass in Japan mindestens 34 Personen, darunter 12 Kinder, kurz nach der Einnahme von Tamiflu verstorben sind, brachte keinerlei Verkaufseinbußen. Britische Wissenschaftler wollen gar durch Genmanipulation vogelgrippe-resistente Hühner schaffen. Mit Dollarzeichen in den Augen wollen sie die Hühnerpopulation der gesamten Welt gegen ihr »Produkt« austauschen, um die Seuche im Keim zu ersticken. Fieberhaft wird weltweit an Impfstoffen sowohl für Menschen als auch für Geflügeltiere geforscht. Dem erfolgreichen Hersteller winken satte Gewinne. Allein in China haben die Behörden Massenimpfungen von 14 Milliarden Vögeln vor. Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen sind mit zahllosen grausamen Tierversuchen verbunden. Ein Beispiel aus der Datenbank: Im Friedrich-Löffler-Institut* auf der Insel Riems werden 36 Hühner mit harmlosen Varianten des Virus einer Geflügelkrankheit infiziert, indem die Viren in die Luftröhre gespritzt werden. Binnen weniger Tage leiden alle Tiere an Atembeschwerden und Apathie, eines stirbt. Vier Wochen später werden die Tiere entweder mit einer krankmachenden Variante der Geflügelkrankheit oder mit verschiedenen Vogelgrippeviren infiziert. Je nach dem welcher Gruppe sie angehören, erkranken viele der Hühner schwer, vier Tiere sterben. Die überlebenden werden nach drei Wochen getötet. Gewiss können Impfungen auch viel Tierleid verhindern, aber letztendlich stabilisieren sie ein System der Tierhaltung, das auf Tierleid beruht. Weder Impfungen noch Massentötungen packen das Problem an der Wurzel. Die Ursachen für die verstärkt auftretenden, globalen Seuchenzüge liegen im System begründet, in der Art und Weise, wie wir mit Tieren umgehen. Vogelgrippe, SARS, BSE, Maul- und Klauenseuche, Salmonellen und Schweinepest werden kein Ende nehmen, solange wir Tiere als industrielle Verbrauchsprodukte betrachten, aus denen mit einem Minimum an Kosten und Aufwand ein Maximum an Leistung herauszuholen ist. Vor allem die südostasiatischen Länder mit ihren boomenden Massentierhaltungen und -märkten sind Ausbruchherde und Schmelztiegel für Epidemien aller Art. Weltweite Tiertransporte sowohl von »Nutz« tieren als auch Wildtieren führen dazu, dass eine regional beschränkte Seuche innerhalb kurzer Zeit über den ganzen Erdball verbreitet wird. Noch so ausgeklügelte Maßnahmen können nicht davor schützen, dass es auch in Deutschland zu Tierseuchenausbrüchen kommt. Es kann nicht angehen, dass Abermillionen fühlender und leidensfähiger Mitgeschöpfe auf oftmals grausame Weise getötet werden für den kläglichen Versuch, ein selbstgemachtes Problem in den Griff zu bekommen. Dies ist nicht nur ethisch nicht zu rechtfertigen, sondern wird auch nicht zum Erfolg führen. Einziger Ausweg aus der Sackgasse ist eine Veränderung unserer Lebensweise: eine vegetarische oder besser noch vegane Ernährung. Damit tun wir nicht nur uns selbst und unserer Gesundheit gut, sondern tragen zu einer Verminderung millionenfachen Tierelends bei. * Dörte Lüschow et al, Vaccine 2001: 19, 4249-4259 Dr. med. vet. Corina Gericke
Link: Datenbank Tierversuche Link: Die gesellschaftliche Komponente der Vogelgrippe Link: Mehr zur Vogelgrippe Date: 2005-12-08
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