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Zunehmender Hunger in der Welt erfordert einen ethischeren Lebensstil

FAO 9/12/08: Die Zahl der Hungernden steigt auf 963 Million

Gemeinsame Pressemitteilung

17. Dezember 2008

Für mitfühlende Menschen mit Verantwortungsbewusstsein kam die FAO-Warnung, dass in diesem Jahr weitere 40 Million Menschen hungern müssen, wie ein Schock.

Wie konnte das passieren, obwohl unsere internationalen Führer universellen Werten so verpflichtet sind: Im Dezember 2008 feierte die UNO den 60. Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte und eine UN Weltklimakonferenz fand in Polen statt. Erst im September 2008 nahmen Weltpolitiker an einer Debatte teil über die Uno-Millenniums-Entwicklungsziele, durch die galoppierende Armut, Hunger und Krankheit bekämpft werden sollen, unter denen Milliarden Menschen leiden. Letztes Jahr unterstützte das Welt-Ernährungsprogramm (WFP) 86.1 Millionen Menschen in 80 Ländern.

Trotzdem explodiert das Welthungerproblem. Fast eine Milliarde Menschen sind nun betroffen, obwohl das an die US-Rinderherde verfütterte vegetarische Protein sie alle sattmachen würde, und ausser ihnen noch viele andere.

Ein grimmiges Szenario

Wenn das Steuer nicht radikal herumgerissen wird, sieht die Zukunft düster aus: Die FAO erwartet, dass sich wegen zunehmendem Verzehr von Fleisch und Milchprodukten der Bedarf an Futtermitteln bis 2050 verdoppeln wird. Der WWF warnt, dass wir zur Bewahrung des jetzigen Lebensstil innerhalb einer Generation zwei Planeten benötigen. Nur sehr wenige Länder wirtschaften im Rahmen ihrer ökologischen Möglichkeiten.

Noch mehr Leid wird die Folge sein, wenn wir weiter über unsere Verhältnisse leben. Sogar eine neue Spielart des Kolonianismus könnten sich entwickeln, wenn reiche Länder ihren Bedarf an Fleisch und Biosprit dadurch decken, dass sie ferne und unterentwickelte Regionen aufkaufen und ausbeuten, dadurch die einheimische Bevölkerungen in Armut und Hunger stossen und deren Boden, Wasser und Luft vergiften.

Vegetarismus gegen die Umweltkrise

Das Problem des Welthungers ist keine Naturkatastrophe, denn im Augenblick kann Mutter Erde uns noch alle versorgen. Eine umsichtig geplante Landwirtschaftspolitik muss mindestens diesen Status Quo sichern. Aber das reicht nicht! Alte, aufgepeppte und zweifelhafte FAO-Konzepte (Klonen, Gentech-Pflanzen, mehr Düngemittel) funktionieren offensichtlich nicht für die Überwindung neuer Herausforderungen. Wir brauche einen frischen Ansatz, der gegebene Möglichkeiten respektiert und auf Nachhaltigkeit und Fairness aufbaut. Die durch die Fleischindustrie verursachte Umweltzerstörung muss analysiert und beendet werden.

IPCC Chef: ‘Esst kein Fleisch’

Im letzten Januar betonte der indische Wissenschaftler Rajendra Pachauri in einer Pariser Pressekonferenz die Wichtigkeit einer veränderten Lebensweise. Es ist an der Zeit, dass Dr. Diouf und seine Wissenschaftler in der Welternährungsorganisation FAO auf ihren UN-Kollegen und Nobelpreisträger Pachauri hören!

Vegetarismus ebnet den Weg in eine menschlichere Zukunft: Er hilft den Hungernden. Er hilft der Umwelt. Er hilft uns allen.



Diese Organsiationen haben unterschrieben:

Acção Animal
http://www.accaoanimal.com/site/
Portugal

AgireOra Network
http://www.agireora.org
Italy

Association Végétarienne de France
http://www.vegetarisme.fr/
France

Bunny Huggers
www.bunnyhuggers.org.uk
Edinburgh, UK

Centro Vegetariano
http://www.centrovegetariano.org/
Portugal

EVA vzw - Ethisch Vegetarisch Alternatief
http://www.vegetarisme.be/
Belgium

European Vegetarian and Animal News Alliance (EVANA)
www.evana.org
International

MATP - Movimento Anti-Touradas de Portugal
www.matp-online.org
Portugal

Oriente no Porto - Alternativa Multicultural
Portugal

Romanian Vegetarian Society
http://www.svr.ro
Romania

SHARAN
www.sharan-india.org
India

Swiss Union for Vegetarianism
http://www.vegetarismus.ch/
Switzerland

The Nutrition Ecology International Center - NEIC -
http://www.nutritionecology.org
Italy


Source: European Vegetarian and Animal News Alliance (EVANA) - Kontakt
Author: EVANA

Link: Common Press Release: More hunger in the world calls for more ethical living
Link: Klimaschutz durch verantwortungsbewusste Ernährung
Link: Ökologische Folgen des Fleischkonsums

Date: 2008-12-17

Other EVANA-articles about this topic:
(de)

IPCC: Zum Klimaschutz weniger Fleisch essen ! (de)

Weniger Fleisch führt zu niedrigeren Temperaturen – der Vorsitzende des Weltklimarates setzt sich für reduzierten Fleischverzehr ein (de)

Rajendra Pachauri: Zusammen mit Al Gore erhält in diesem Jahr der Weltklimarat den Friedensnobelprei (de)

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