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Dr. Lučka Kajfež-Bogataj: Die Sorge für die Umwelt geht durch den Magen!

Die Anerkennung des Vegetarismus als Klimaretter brach nun endlich zum sekundären Level des IPCC durch

Nach der unglaublichen Aussage von Dr. Rajendra Pachauri, dem wiedergewählten IPCC-Präsidenten, daß nur der globale Vegetarismus als Klimaretter in Frage kommt, schleicht sich diese Erkenntnis (warscheinlich auch infolge des weltweiten Börsensturzes und dem drohenden Finanzmangel zur Durchführung weiterer „technischer“ Massnahmen zur Stabilisierung des Klimas) langsam auch in die unteren Entscheidungsstrukturen des IPCC.

In der heutigen Ausgabe der slowenischen Tageszeitung Večer gab in ihrem Artikel die bekannte slowenische Klimatologin Dr. Lučka Kajfež-Bogataj, WG2-Vizepräsidentin des IPCC, unter anderem Folgendes bekannt:

„[...] Die Studie der FAO, der Welternährungsorganisation bei der UNO, brachte uns zahlreiche Fakten zutage über den Beitrag der Viehzucht zum Klimawandel, z.B. daß 90% der Tropenwaldvernichtung auf die Rechnung der Massentierzucht geht. Es ist furchtbar, dass wir jede zwei Sekunden wegen neuen Weidelands und für den Sojaanbau für Viehfutter eine Waldfläche in der Grösse eines Fussballfelds zerstören. Für einen Hamburger roden wir 50 Quadratmeter tropischen Regenwalds.

Der globale Konsum von Fleischprodukten, Milch und Eiern stieg in den letzten drei Jahrzehnten ums Fünffache. Der Durchschnittsbürger eines Entwicklungsstaates verzehrte 1970 lediglich 10 kg Fleisch pro Jahr, heutzutage sind es 30 kg – die Industriestaaten kamen von 65 kg auf bereits 80 kg pro Jahr. Dabei verbraucht die intensive Viehzucht bis zu 17-mal mehr fruchtbaren Boden, 14-mal mehr Wasser und das Zehnfache an Energie als der Pflanzenanbau. Sehr lehrreich ist auch das folgende Gleichnis: die Zucht von einem Kilogramm Rindfleisch belastet unser Klima so sehr wie eine 250-km-Autofahrt [...]

Wenn wir einen echten Willen bezeugen wollen für eine Änderung unseres Verhaltens der Umwelt und dem Klima zuliebe, ist es nicht genug, dies nur hinter dem Lenkrad, durch Zuschrauben von Thermostaten oder Montieren von Solarsystemen zu praktizieren. Wir müssen damit auch auf unserem Teller anfangen.“


Source: Skrb za okolje skozi želodec (Die Sorge für die Umwelt geht durch den Magen)
Author: Dr. Lučka Kajfež-Bogataj

Link: FAO Studie: Der lange Schatten der Viehzucht
Link: Meat: Making Global Warming Worse

Date: 2008-10-27

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Weniger Fleisch führt zu niedrigeren Temperaturen – der Vorsitzende des Weltklimarates setzt sich für reduzierten Fleischverzehr ein (de)

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