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Klimawandel, G8 und ArtentodPRO WILDLIFE warnt vor immensem ArtensterbenPRESSEINFO Internationaler Tag der Biodiversität am 22. Mai München, den 21. Mai 2007: Zum Internationalen Tag der Biodiversität*, der von der Konvention der Biologischen Vielfalt ausgerufen wurde, appelliert PRO WILDLIFE an die G8-Staaten, den Klimawandel und das drohende Artensterben aufzuhalten. "Verhungernde Wale, sterbende Korallenriffe oder Männermangel bei Meeresschildkröten - die Folgen des Klimawandels werden sowohl für marine als auch für landlebende Arten fatal", betont Jana Rudnick, Biologin von PRO WILDLIFE. Sie fordert die G8-Staaten auf, beim Treffen vom 6. bis 8. Juni in Heiligendamm konkrete und verbindliche Maßnahmen zu verabschieden, um der Erderwärmung und dem Artenverlust Einhalt zu gebieten. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Nach Einschätzung des Weltklimarates sind 20 bis 30% der Tier- und Pflanzenarten weltweit vom Aussterben bedroht, wenn die globale Durchschnittstemperatur nur um 1,5 bis 2,5°C ansteigt. Die tatsächliche Aufheizung könnte wesentlich höher ausfallen und noch mehr Arten verschwinden lassen. "Wale, Pinguine, Eisbären, Meeresschildkröten und viele andere Arten könnten schon bald Opfer des Klimawandels werden", so Rudnick. * Zusammenbruch der marinen Nahrungskette: Krill (winzige, in riesigen Schwärmen lebende Krebse) ist die Nahrungsgrundlage für fast alle größeren Lebewesen im antarktischen Ökosystem: "Fische, Wale, Robben und Pinguine hängen direkt oder indirekt von Krill ab. Doch dieser braucht kühle Temperaturen und den Schutz des Packeises, um sich zu entwickeln", erläutert die PRO WILDLIFE Sprecherin. In den letzten Jahrzehnten ging die Krillproduktion bereits um 80% zurück, offenbar verursacht durch den Eisrückgang - Für die vom Krill lebenden Tierarten eine Katastrophe. * Versteppung des Amazonas-Gebietes: Das größte Regenwaldgebiet der Erde droht bis zur Mitte des Jahrhunderts zur Savanne zu werden. Bereits in den letzten Jahren beobachteten Wissenschaftler unnatürliche Dürreperioden. "Der Amazonas ist eines der artenreichsten Gebiete weltweit. "Zahllose Arten, wie die meisten der fast 200 Affenarten des Amazonas, sind auf den Erhalt ihrer ökologischen Nische angewiesen und haben ohne diese keine Überlebenschance" sorgt sich Rudnick. * Absterben der Korallenriffe: Korallen haben nur eine kleine Temperaturtoleranz, innerhalb derer sie wachsen können. Bei einer Erwärmung der Meeresoberfläche um nur 1-3°C sterben sie ab, ein Phänomen, das seit einigen Jahren zunehmend beobachtet wird. Der Temperaturanstieg verursacht u.a. eine Übersäuerung der Meere, was die Kalkskelette der Korallen angreift. "Korallen sind Brutstube, Nahrungsgrundlage und Zuflucht für Hunderte Arten. Sterben die Korallen, verschwinden auch sie", betont die PRO WILDLIFE-Expertin. * Männermangel bei Meeresschildkröten: Die Temperatur im Gelege bestimmt bei Meeresschildkröten das Geschlecht: Die oberen Eier, die der Sonnenwärme stärker ausgesetzt sind, entwickeln sich zu Weibchen, die in kühleren Erdschichten liegenden Eier werden zu Männchen. "Durch die Erderwärmung wird sich dieses im Laufe der Evolution ausgetüftelte Gleichgewicht massiv verschieben. Experten warnen vor einem Männermangel bei Meeresschildkröten", berichtet Rudnick. Anlässlich des Internationalen Tages der Biodiversität, wenige Tage vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm, betont PRO WILDLIFE die verheerenden Folgen des Klimawandels auf die wichtigsten Ökosysteme der Erde. "Wir gehen mit der Erde um, als hätten wir noch eine zweite im Gepäck - und als wäre die Artenvielfalt wieder herzustellen. Doch ausgerottet heißt unwiederbringlich verloren", so die PRO WILDLIFE Sprecherin abschließend. * Der Internationale Tag der Biodiversität wurde erstmals 1992 vom Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (engl. CBD) ausgerufen. Die CBD ist den Vereinten Nationen unterstellt. ------------------------------------------------------- PRO WILDLIFE e.V. Gräfelfinger Str. 65 D-81375 München Tel.: +49 (0)89 - 812 99-507 Fax: +49 (0)89 - 812 99-706 email: mail@prowildlife.de
Link: Artenvielfalt der Regenwälder niedriger als angenommen. Link: Jede sechste Art vom Aussterben bedroht, schrumpfende Populationen bei einem Drittel - Europas Säugetiere sind in Gefahr. Link: Wie Pinguine die Eisbären vor dem Aussterben bewahren können Date: 2007-05-22
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