Logo
European Vegetarian and Animal News Alliance (EVANA)
Select language:
en de fr pt es
it nl ro sl sq sv

a

Book recommendation:
Paving the Way for Peace: Living Philosophies of Bishnoi and Jains
Join us on
facebook logo
Facebook!




RSS engl.
RSS all lang.

Donation to EVANA.

Tsunami-Leid: Nur eine Laune der Natur?

Welche Rolle spielten menschliche Aktivitäten bei der Katastrophe?

Das Erdbeben am 26. Dezember 2004 tötete mehr als 150.000 Menschen in elf Ländern, ein Drittel davon waren Kinder. Die Weltgesundheitsbehörde nimmt an, dass die Zahl der Opfer noch steigen wird durch einen Mangel an sauberem Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten. Millionen Menschen sind obdachlos.

Eine fatalistische Betrachtungsweise der Katastrophe könnte sein, dass die Natur ihren eigenen Regeln folgt, die genauso mysteriös wie unkontrollierbar sind.

Stimmt das? Sind wir Menschen wirklich unschuldig? Spielen wir keine Rolle in diesem unsäglichen Elend?

Jeff McNeely, Wissenschaftler in der World Conservation Union (IUCN), sagt, dass wir an dieser schrecklichen Situation mitschuldig sind, weil:

- seit langem Mangrovenwälder vernichtet werden, um Platz zu machen für Garnelen-Farmen, die nach Europa und in andere Ecken der Welt exportieren "?zu einem Preis, der keinesfalls die ökologischen Kosten einschliesst, die man heute zahlen muss."

- Fischer werfen Sprengladungen auf Korallenriffe oder fegen sie einfach weg, wenn enorme Schleppnetze über den Boden der Ozeane gezogen werden auf der Suche nach immer weniger Fischen.

- Experten haben immer wieder unterstrichen, dass Korallenriffe und Mangrovenwälder von kritischer Bedeutung sind für das ökologische Gleichgewicht und für den Schutz empfindlicher Küstengebiete, denn sie verlangsamen anrollende Riesenwellen und neutralisieren viel von der zerstörerischen Energie.

Trotz aller Warnungen waren wieder einmal kommerzielle Interessen stärker als die Sicherheit von Mensch, Tier und Umwelt.

Nun ist die Welt mit einer Katastrophe von biblischem Ausmass konfrontiert. Die Vereinten Nationen und nationale Politiker bemühen sich nach Kräften, die Herausforderung zu bewältigen. Es wird vereinbart, dass bestehende Alarmsysteme anderen zur Verfügung gestellt und neue entwickelt werden.

Aber wer redet davon, dass nun auch die Wunden der Natur geheilt und neue vermieden werden müssen? Wäre dies nicht der richtige Moment, über grundlegende Veränderungen nachzudenken? Sollten internationale Organisationen wie FAO, WHO und EU nicht endlich einen Entwurf für eine bessere Zukunft machen, in welcher der Vegetarismus eine viel grössere Rolle spielt?

Natürlich können Vegetarier kein Erdbeben verhindert, aber sie haben auch keinen Anteil am enormen Ausmass der Verwüstung, welche die "Produktion" von Fleisch anrichtet: Jeder Mensch, der kein Fleisch konsumiert, trägt zur Gesundung unseres Planeten bei und damit zu einer sichereren Zukunft für alle.


Interview mit einem Katastrophenforscher: Naturkatastrophen gibt es nicht
Artikel im Stern: Intakte Umwelt hätte Tsunami gebremst
Sonnenseite (Franz Alt): Lehren aus dem Tsunami



Source: Korallenriffe schützen vor Tsunamis
Author: EVANA

Link: Die hohen Opferzahlen sind auch Folge falscher Siedlungspolitik
Link: Die Weihnachtsflut kam nicht wirklich überraschend
Link: Intakte Korallenriffe hätten die Wucht der Flutwelle abschwächen können
Link: Mangroven schützen Küsten
Link: UN müssen Tiefseeschätze bewahren

Date: 2004-12-30

Other EVANA-articles about this topic:
Wenn die Elefanten fliehen (de)

Greenpeace: Korallen und Mangroven - Bewahren heisst profitieren (de)

Gesunde Korallen als Tsunamischutz (de)

Mangrovenwaelder koennen vor Tsunami-Schaeden schuetzen (de)

Garnelenkonsum kann dramatische Folgen haben (de)

Nach Tsunami: Tiere faszinieren Menschen (de)

Share

Filter: 
1-13
2013-05-29
seedling in soil
2013-01-19
German Agriculture Minister Aigner and FAO head Graziano da Silva urge international community to develop principles for responsible investments
2013-01-17
2013-01-17
2013-01-17
2013-01-04
2013-01-03
2013-01-03
2013-01-03
2012-12-30
2012-12-29
2012-12-28
photo GerdAltmann_pixelio.de
2012-12-28
Wild wolves and brown bears killed over 20 Rudolph pté
1-13

For correspondents:
Username:

Password: