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UN müssen Tiefseeschätze bewahren!

WWF drängt UN nun zu Moratorium


Erstmals werden Korallenriffe in internationalen Gewässern vor zerstörerischer Fischerei geschützt

Bremen, 16.11.2004:
WWF, die globale Umweltschutzorganisation, drängt UN nun zu Moratorium

WWF fordert die in New York über Meeresschutz beratende Vollversammlung der Vereinten Nationen auf, ein weltweit gültiges vorläufiges Verbot (Moratorium) der schädlichen Bodenschleppnetzfischerei in internationalen Gewässern zu verabschieden. Zehn Jahre nach Inkrafttreten des nach WWF-Ansicht verbesserungswürdigen Seerechtsabkommens der Vereinten Nationen, berät das höchste Gremium der UN den Schutz von Meeresnatur und Fischbeständen.

Stephan Lutter, Experte für internationalen Meeresschutz des WWF: "Die UN haben jetzt die einmalige Chance, die letzten Wildnisse der Tiefsee für kommende Generationen zu erhalten und die Fischerei zugleich zukunftsfähig zu gestalten. Kaltwasserkorallenriffe und Seeberge sind großartige Schätze der Tiefsee, die durch Bodenschleppnetze unwiederbringlich zerstört werden können. Das Fischen mit schwerem Gerät an einem Korallenriff ist, als ob man einen Elefanten durch eine Manufaktur mit Meißner Porzellan jagt: Am Ende bleibt nur ein Scherbenhaufen übrig."

Die Zeit für einen solchen Vorstoß seitens WWF und rund zwei Dutzend weiterer Nichtregierungsorganisationen erscheint günstig, denn die Nordostatlantische Fischereikommission (NEAFC) beschloss gerade vorigen Freitag nach langen und harten Verhandlungen, den Gebrauch von Bodenschlepp- und Stellnetzen sowie Langleinen in fünf Gebieten entlang des Mittelatlantischen Rückens nordwestlich von Irland zu verbieten. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass eine Fischereiorganisation Gebiete in internationalen Gewässern unter Schutz stellt. Eingebracht hatte diesen Vorschlag die norwegischer Regierung während der Jahrestagung von NEAFC in London.

Ursprünglich sollten zwei weitere Gebiete für schweres Fischereigerät geschlossen werden: Die bekannte Hatton Bank zwischen den Färöern und Irland sowie die Riffe am Abhang der Rockall Bank westlich von Irland scheiterten an den kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen der großen Fischereinationen.

'Das ist ein Wermutstropfen", sagt Stephan Lutter, denn auf der Hatton Bank wurde 1992 ein 30m hohes Kaltwasserkorallenriff entdeckt, das schätzungsweise bis zu 9000 Jahre alt ist. Dennoch ist es ein großer Fortschritt, dass Norwegen und NEAFC eine Vorreiterrolle übernommen haben. Der Beschluss macht Hoffnung auf zukünftig mehr Fingerspitzengefühl im Umgang mit den fragilsten und wertvollsten Ökosystemen unserer Tiefsee."

In großen Meerestiefen bis 2000 m gibt es eine unglaubliche Artenvielfalt mit spektakulären Fischarten wie dem Granatbarsch, der bis zu 150 Jahre alt werden kann. Bis vor einigen Jahren blieben Tiefseeriffe und -fische von der Fischerei weitgehend verschont. Aber in den letzten 10 Jahren hat sich auf der Hohen See eine Fischerei entwickelt, die enorme Schäden an Lebensräumen und Fischbeständen hinterlässt.


Source: UN müssen Tiefseeschätze bewahren!
Author: WWF DE


Date: 2004-11-18

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